Die Komödie " La Mandragola"
erschien 1520 (Mandragora: Alraune) und könnte als das Viagra des 16.Jh. gelten.
Machiavelli schrieb das Stück, in dem dies
Aphrodisiakum eine Rolle spielt, um die Männer wieder mächtig und die
Frau willig zu machen.
Machiavelli beleuchtet die bitter-ironischen Seiten des nie endenden Reigens von
Macht und Ohnmacht.Zum Inhalt:
Ein junger in Paris lebender Edelmann
Callimaco- hört dort von der Schönheit und Anmut der in Florenz lebenden
Lucrezia-. Flugs beschließt er nach Florenz zurückzukehren, um Lucrezia für sich zu
gewinnen, koste es, was es wolle. Als er sie dann auf dem Markt zum ersten Male zu Gesicht
bekommt, ist es völlig um ihn geschehen. Doch Lucrezia ist verheiratet und obendrein sehr
tugendhaft. Was tun? Mit Hilfe eines verwegenen Plans versucht Callimaco das Herz von
Lucrezia zu erobern, und Machiavelli wäre nicht Machiavelli- dieser Plan scheint
aufzugehen.
Die Figuren dieser Komödie, ein Lebemann, eine
Kupplerin, ein geldgieriger Mönch, intrigante Verwandte, junge Diener, die zu allem
bereit sind, fügen sich zu einem Reigen, einzig und allein um die reine Seele, nämlich
Lucrezia, vom Pfad der Tugend abzubringen.
Foto: Margielsky